Ernsthaft liebe Marburger*innen soll das Widerstand sein ?

Zweifelsfrei gehöre „Neu Rechte“ wie sich eine lokale Marburger Zeitung auszudrücken pflegt nicht mehr in diese Gesellschaft und insbesondere nicht die die Deutsche Gesellschaft und ebenso wenig in die Marburger Gesellschaft. Das können die Marburger*innen auch offen zeigen und am 24.11. tat man es auch so. Es ging u.a. gegen eine so genannte „Burschenschaft“ „Gemania“.

Natürlich haben auch wir uns diese Demo angeschaut und natürlich haben wir uns auch diese „Burschenschaft“ angeschaut. Ernsthaft – ist das eure einzige Sorge ?

Diese „Burschenschaft“ mag womöglich Rechts sein aber wenn man sich so die Gestalten anschaut also das ist eher ein Witz. Mit solchen „Rechten“ werden die „Rechte“ garantiert in den Untergang gehen ohne das man groß etwas unternehmen braucht. Der bekannte kleine braune Oberspinner hätte wohl beim Anblick dieser „Burschenschaft“ einer seiner Wutanfälle bekommen denn das was diese „Burschenschaft“ bietet was sie „unternimmt“ mag auf einem gewissen „Rechten“ Weg sein aber eine Gefahr sind diese Burschen (u.a. auch Damen dabei) jetzt nicht. Eher könnten diese Leute zu Karneval eine zusätzliche Belustigung darstellen. 

Erstaunlich ist das dann eine große Demo veranstaltet wird die zwar eine gewisse Aufmerksamkeit erzeugt aber auf anderen Wegen kein wirklicher Widerstand zu sehen ist. Hier und da zeigen Leute manchmal eine Art Protest wo auch schon mal Steine geworfen sein sollen aber alles in allem war es das dann schon. Also so liebe Marburger*innen wird man keinen braunen Dreck los. Es gibt doch viele gute Optionen und wir stellen uns die Frage warum man diese nicht nutzt ?

Angemerkt sei das in Marburg hier und da auch andere wirklich wichtige Probleme bestehen die man doch dringlicher abklären sollte. Über Monate hinweg baut man an einer Brücke ein riesiges Einkauf / Büro Center entsteht in der Stadt und man fragt sich ob sich das wirklich lohnt In Cappel plant man eine dubiose neue Straßen Markierungen die den Verkehr besser regeln soll wobei das eigentliche Problem womöglich ganz wo anders liegt.

Am Richtsberg steht das Hochhaus Nr. 88 immer noch leer und niemand hat bislang eine wirkliche Erklärung warum das Hochhaus nicht mehr genutzt werden könne. Da stehen unzählige Wohnungen einfach leer und die liebe Marburger Sparkasse baut im Vorort Ockershausen neue Wohnungen die sicherlich für viel Geld verkauft werden und womöglich wieder ausschließlich Studenten zur Verfügung gestellt werden wobei sozial schwache Menschen wieder auf der Strecke bleiben und mit weiterem Unglück verwaltet dann das ganze Haus einer der dubiosen Marburger „Hausverwaltungen“. Was sich einige dieser „Verwaltungen“ heraus nehmen grenzt womöglich manchmal an Gestapo Methoden und wieder hätten wir womöglich eine andere Art von „braunem Unsinn“. 

In vielen anderen Orten in Deutschland wäre so ein leeres Hochhaus längst besetzt aber die „Szene“ in Marburg bietet kaum wirkliche Aktivist*innen obschon so viele bei dieser Demo in Marburg zu sehen waren die Begriffe wie „Antifa“ und Co verwendeten. 

Marburg kann sich ein Beispiel nehmen bei Aktivist*innen die wie Anfang des Jahres scheinbar an jeder Überwachung vorbei durch Marburg zogen um auf den Holocaust am kurdischen Volk aufmerksam zu machen. Solche Aktionen zeigen wie man womöglich mit sehr prof. Hilfe Optionen nutzen kann. Womöglich wäre es doch schön wenn solche Aktivist*innen wieder mal Marburg besuchen um auf anderes Übel wie Neonazis uvm. hinzuweisen. 

Sich mit den wenigen Nazi Knaller in Marburg zu befassen mag auf der einen Seite richtig sein kann aber auf der anderen Seite schneller gelöst werden als Brückenbau Einkaufcenter und Co. Man muss es eben nur wollen. Lautstark durch Marburg zu ziehen ist nur eine Option und nun sind die Marburger*innen wieder dran weitere wohl effektivere Optionen auszuführen. 

Wie lange werden wir wohl darauf warten ? Immerhin ist das Versprechen „nie mehr“ jetzt über 70 Jahre alt und Zeit genug hatte Deutschland als auch Marburg. 

Link zum Artikel: www.op-marburg.de/Marburg/Demo-gegen-rechte-Veranstaltung-bei-Burschenschaft-Germania-in-Marburg